Coronavirus-Abwehr: Schaeffler checkt die Mitarbeiter
✍️ Dr. BEARINGs📅 2020.03.05 08:38👁 10
Coronavirus-Abwehr: Schaeffler checkt die Mitarbeiter
Schaeffler will zum Schutz vor dem Coronavirus auf Nummer sicher gehen. Seit gestern werden an den Werkstoren Selbstauskünfte von den Mitarbeitern verlangt, unter bestimmten Voraussetzungen werden Beschäftigte auch abgewiesen. Es gab Schlange stehen vor der Schicht.
Am Schaeffler-Nordtor hieß es gestern früh Anstehen vor der Schicht. Die Belegschaft musste als Sicherheitsmaßnahme gegen ein Einschleppen des Coronavirus‘ Selbstauskunft geben.
Eins vorweg: Bei Schaeffler sind bis jetzt keine Corona-Fälle bekannt. Allerdings will man keinerlei Risiko eingehen. Seit Montag müssen alle Mitarbeiter vor Betreten des Werksgeländes in Herzogenaurach einen Fragebogen ausfüllen, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikoland wie China, Japan, Iran, Südkorea oder Italien, inklusive Südtirol, waren.
Tatsächlich wird seit Montag vom Werkschutz auch jeder befragt, ob er in Risikogebieten war. Zu erheblichen "Stauungen" kam es am Montag am INA-Nordtor, also dort, wo die meisten Busse ankommen, nicht. Hatte jemand Kontakt mit Personen, die entweder das Virus haben, in Quarantäne sind, oder in Verdacht stehen, das Virus zu haben, wird der Mitarbeiter für mindestens zwei Wochen nach Hause geschickt.
Schaeffler mahnte seine Mitarbeiter zu Eigenschutz und Einhaltung von Hygienemaßnahmen: Händeschütteln vermeiden – auch bei Kunden –, Abstand zu Personen halten, insbesondere zu jenen, die Atembeschwerden und/oder Husten haben, denn das Coronavirus werde unter anderem per Tröpfchen übertragen. Niesen und Husten solle man in die Ellenbogen; ausreichend Händewaschen. Einen Mundschutz zu tragen sei nicht sinnvoll. Die präventiven Maßnahmen werden auch noch in den nächsten Tagen durchgeführt, hieß es am Schaeffler-Nordtor am Montagmorgen. Das beziehe sich auch auf alle anderen INA-Standorte.